Direkt zum Hauptbereich

Le dernier mois à Izieu

Salut, 

 

Und jetzt ist es plötzlich soweit, der letzte Blogbeitrag aus Izieu ! 

Die Koffer sind gepackt, die Wohnung ist geputzt, so richtig glauben, kann ich’s trotzdem noch nicht… 

 

Doch bevor ich euch über die Abreise berichte, erstmal noch einen Rückblick auf den letzten Monat: 

 

Der August fing an mit dem Besuch meiner Eltern an, die einen Großteil der Sachen mitnahmen, die ich in 12 Monaten angesammelt habe oder sie im Oktober mitgebracht haben. Und da kam ordentlich was zusammen, denn ein Jahr ist lang :) 

 

Mit meinen Eltern habe ich dann auch einen Ausflug nach Annecy gemacht. Die Stadt stand schon lange auf meiner Liste von Städten, die ich hier noch sehen will, also war es sehr schön, das noch zu sehen, vor allem mit meinen Eltern zusammen. 

 

Hier ein paar Eindrücke aus Annecy:

 




 

Danach sind wir dann über Aix-les-Bains zurückgefahren und haben dort dann noch eine kurze Pause am Lac du Bourget eingelegt. Interessanterweise war es so auch ein sehr schöner Abschied, da der allererste Ausflug mit meinen Eltern Anfang Oktober auch nach Aix-les-Bains war, also waren wir dann quasi auf unseren Spuren vom Oktober, was mir so weit weg scheint. 

 


 

Am zweiten Augustwochenende kam dann ein weiterer Traum in Erfüllung — ein Wochenende in Grenoble mit meiner Patentante, die dort studiert hat. 

 

Am Samstag haben wir die Altstadt und unser Quartier entdeckt, gut gegessen und auch viel über die Chartreuse gelernt — allerdings nicht der Likör oder das Gebirge, sondern die Mönche, deren Namensgebung natürlich mit beidem zusammenhängt. 








 

Am Sonntag haben wir dann die Grünflächen Grenobles entdeckt, in denen man das Gefühl hat, nicht in einer Großstadt zu sein, sondern auf dem Land, weil man von so viel grün und Stille umgeben ist.






 

Ein bisschen Geschichte muss natürlich auch sein und so ging es dann auch in das Musée de la Résistance et de la Déportation, also in das Widerstands-und Deportationsmuseum, das eine sehr beeindruckende Museographie hat. 

 

Grenoble von oben muss man natürlich auch gesehen haben, deshalb ging es dann auch noch hoch hinaus mit den Boules, der Téléphérique, also einer Seilbahn. 

 

 




 

 

Im Garten des Musée dauphinois hat man übrigens auch einen sehr schönen Ausblick über die Dächer Grenobles.


 



 

Aber das war’s natürlich noch nicht für den August. 

 

Am dritten Augustwochenende hatte ich Geburtstag und dafür Besuch von einer Freundin aus Paris, mit der ich zusammen ein Feuerwerk angeschaut habe, das witzigerweise kurz vor Mitternacht vor meinem Geburtstag gezündet wurde. Ganz so lange haben wir dann doch nicht gefeiert, weil ich an meinem Geburtstag arbeiten musste. 




Dafür habe ich die zwei Tage danach einfach auch noch weiter gefeiert, denn die hatte ich nämlich frei. Dort habe ich wieder Besuch bekommen, allerdings  von einer anderen Freundin, die mich mit Kuchenteilen und Kerzen überrascht hat, um meinen Geburtstag zu feiern. 




Am Tag darauf sind wir dann zusammen auf einem See (eigentlich die Rhône) Tretboot gefahren und haben so ein bisschen im Wasser abkühlen können, da es ab Mitte August oft zwischen 35 bis sogar 42 Grad hatte. 

 



 

Meine letzten Arbeitstage sind nun jetzt auch hinter mir, die Koffer sind gepackt und trotzdem, wie am Anfang schon erwähnt, fühlt es sich noch nicht real an. Ich freue mich sehr auf zuhause, auf mein Studium und auf neue Herausforderungen, aber es fühlt sich äußerst komisch an, diesen Ort zu verlassen, der mich so geprägt hat. Ich kann nicht in Worte fassen, wie bereichernd diese Erfahrung war und wie sehr mich die Geschichte der Kinder von Izieu auch weiterhin prägen wird. 

Ich werde zwar bald Izieu verlassen, werde aber die Erfahrungen und Begegnungen immer in meinem Herzen tragen und zutiefst von diesem Jahr geprägt sein. Seien es Begegnungen mit Besucher:innen im Rahmen meiner Arbeit, die schönen Momente mit meinen Kolleg:innen der Maison d’Izieu oder die Freundschaften, die ich in diesem Jahr geschlossen habe. 

Zurückkommen werde ich auf jeden Fall auch irgendwann wieder, also es ist kein Abschied für immer, nur das Ende der Zeit als Freiwillige in Izieu. 

 

Jetzt geht’s bald los zu meinem Seminar in Paris und dann die Ausreise nach Deutschland Ende der Woche. Dieser Blogbeitrag ist noch nicht der letzte, nur der letzte aus Izieu :) 

 

À très bientôt, 

Matthea 

 

 

Beliebte Posts aus diesem Blog

Au revoir !

  Salut,     Endlich ist es so weit gekommen, der letzte Blogbeitrag über mein Auslandsjahr in Frankreich und damit auch das Ende meines Freiwilligendienstes. Zuhause bin ich schon seit dem 31.08. wieder, doch es fiel mir die letzten Wochen unfassbar schwer, mit diesem Jahr abzuschließen und meine Erfahrungen, so verschieden wie sie auch waren, in Worte zu fassen.        Am Montag, den 28.08.23 habe ich morgens meine Wohnung verlassen, meine Schlüssel abgegeben und mich dann von meinen Kolleg:innen der Maison d’Izieu verabschiedet und bin dann mit meinem großen Rucksack, einem großen Koffer und einem kleinen Rucksack nach Paris für das letzte Seminar.    Auch in diesem Seminar war der Austausch und das Wiedersehen mit meinen Mitfreiwilligen, von denen einige in diesem Jahr auch Freunde geworden sind, unfassbar bereichernd und ein schöner Abschluss dieses Jahres. Sei es ein Abend an der Seine, am Eiffelturm oder das Schlendern  durch die ...

La première visite à Izieu

 S alut,   Mein Kurzaufenthalt in Izieu ist schon wieder vorbei, drei Tage gehen auch wirklich wahnsinnig schnell rum.  Durch den kurzen Trip, den ich nicht alleine bestreiten musste, weil meine Schwester mit mir gegangen ist, habe ich nun die Region, in der ich ein Jahr lang leben werde, zum ersten Mal gesehen. Dadurch, dass ich bei der jetzigen Freiwilligen wohnen durfte, konnte ich mir ein viel besseres Bild von dem Arbeitsalltag, der Region und den Freizeitmöglichkeiten machen. Natürlich habe ich auch meine zukünftige Arbeitsstelle, das Maison d’Izieu, zum ersten Mal gesehen und konnte mich dort einem Teil des Kollegiums vorstellen. Ich wurde von allen sehr freundlich begrüßt und, auch wenn ich noch zaghaft auf französisch geantwortet habe, kann ich sogar sagen, dass ich trotzdem alles verstanden habe.    Die Anreise nach Izieu war insgesamt auch sehr entspannt bis auf die Tatsache, dass wir den Anschlusszug in Lyon verpasst haben, weil unser TGV Verspätung ...